Der Landesstreik: 1918 aus sozialdemokratischer Sicht

"Hoch die Solidarität und Disziplin!" -  Verlauf und Folgen des Landesstreiks im Kanton St.Gallen


Vor 100 Jahren wehrte sich die organisierte Arbeiterschaft der Schweiz mit der Ausrufung des Landesgeneralstreiks gegen die fortschreitende Verelendung und die politisch-militärische Unterdrückung. Auch im Kanton St.Gallen folgten die Arbeiterinnen und Arbeiter in den grösseren Industrieorten dem Streikaufruf. Obwohl die sozialdemokratische Kantonalpartei und die Gewerkschaften auf den Streik nur ungenügend vorbereitet waren, beteiligten sich wesentlich mehr Beschäftigte am Streik als erwartet. In weiten Kreisen des Bürgertums machten sich Angst und Verunsicherung breit.
Als die schweizerischen Arbeiterführer nach drei Tagen unter dem massiven Druck der militärischen Gewalt den Abbruch des Streiks anordneten, suchten die bürgerlichen Kantonalparteien die Gewerkschaften und die Sozialdemokratie als Landesverräter und Gesetzesbrecher zu verfolgen; ein Bestreben, das weitgehend erfolglos blieb. Im Gegenteil: Sozialdemokratie und Gewerkschaften gingen gestärkt aus dem Generalstreik hervor und auch auf sozialpolitischem Gebiet zeichneten sich einige Erfolge ab.
 
Der Vortrag wird realisiert in Zusammenarbeit mit dem Gewerkschaftsbund Wil

 

Referent

Dr. phil. Max Lemmenmeier
Historiker

Daten

Freitag, 9. November 2018
19:30 Uhr
Räume der VHS Wil, Hof zu Wil, 2. Stock

Kosten

Fr. 15.-

Für KUMUF- und SP-Mitglieder gratis

Kurs Nr. 1943

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