Wil als Residenzstadt

Beziehungsgeschichte zwischen Äbte und Stadt

Mit einem Paukenschlag nahm die Beziehung zwischen der Stadt Wil und den Äbten des Klosters St. Gallen ihren Anfang: Mit einem Mord im Hause Toggenburg im Jahr 1226!
Als Folge davon übereignete Graf Diethelm I. von Toggenburg die Stadt Wil (eine Toggenburger Gründung) dem Abt und Kloster von St. Gallen. Ab da unterstand Wil 572 Jahre lang den Äbten von St. Gallen, die ihre wichtige Nebenresidenz im Hof zu Wil hatten. Es war eine facettenreiche Verbindung - mal lose, mal eng, mal respektvoll bis fast herzlich, mal konfliktreich oder gar dramatisch....... In zwei spannenden Abenden gehen wir dieser lange andauernden, vielschichtigen "Beziehungskiste" nach, in der die Stadt Wil auf dem hohen Seil zwischen Loyalität und mehr Eigenständigkeit  balancierte und die Äbte zwischen "väterlicher Fürsorge" und Machterhalt lavierten. Beide hatten den Bär im Wappen und kamen voneinander nicht los. Und  immer wieder wurde diese Beziehung auf farbige Art vom Zeitgeist, aber auch von individuellen Charakterköpfen geprägt. Für das kulturelle Leben von Wil erwies sich das Zusammengehen der beiden "Bären" oft als fruchtbar. Und mit Blick auf andere, viel rigidere Machtgebilde der Zeit konnten die Wiler nicht zu Unrecht sagen: "Unter dem Krummstab ist gut leben!"

 

Referentin

Dr. Magdalen Bless
Historikerin

Daten

Dienstag, 13. und 20. März 2018
19.30 Uhr
Vortragsraum der Volkshochschule Wil, Hof zu Wil, 2. Stock

Kurs-Nr.: 1805
Anmeldung bis 7. März 2018

Kosten

Fr. 60.- (2 Abende)

zur Anmeldung