Seuchen im alten Wil

Die mörderische Pest und andere "Geisseln Gottes"

Dass ein kleines Virus die Welt und auch die Schweiz in Atem hält, hätten wir noch bis vor kurzem kaum für möglich gehalten! Es schärft unseren Blick für das fragile Leben unserer Vorfahren, die Welle um Welle von ansteckenden, schweren Krankheiten über sich ergehen lassen mussten - ohne hochgerüstete Spitäler mit Intensivpflege im Rücken… Auch das alte Wil wurde von Seuchen gebeutelt. Im Mittelalter gefürchtet war z.B. die Lepra. Aussätzige wurden von ihren Angehörigen lebenslang streng abgesondert und fanden Unterschlupf im „Feldsiechenhaus“ vor der Stadt. Die tödlichste Epidemie aber war die Pest, die mehrfach über die Stadt schwappte. Am schlimmsten wütete sie im Katastrophenjahr 1610/11. Damals herrschten hier unvorstellbare Zustände!  Ein grosser Teil der Bevölkerung wurde innert Kürze dahingerafft. Gegen Ende des 17. Jhs. verschwand der „Schwarze Tod“ endlich. Weitere, weniger tödliche Seuchen bei Menschen und auch bei Tieren folgten…

In diesem Vortrag erleben wir packende Einblicke in dramatische Phasen der Wiler Geschichte.

 

Dozentin

Dr. Magdalen Bless
Historikerin

Daten

Montag, 8. Februar 2021
19.30 Uhr

Kursort

Baronenhaus, Vortragssaal (Erdgeschoss)

Kosten

Fr. 30.-

Anmeldung

bis 5. Februar 2021
Kurs-Nr.: 2104.03

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